Le chat noir: Mobiveranstaltung zur Demo in Magdeburg am 15.2.

Kein Freispruch für Nazis und Justiz– Rassismus und Faschismus bekämpfen, auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!

MagdeburgAm 21.09.2013 griffen neun Neonazis einen Menschen in Bernburg aus rassistischen Motiven an. Der Mann wurde beim Abschließen seiner Gaststätte rassistisch beschimpft und danach mit Bierflaschen zu Boden geprügelt. Er erlitt lebensbedrohliche Schädelbrüche und lag lange Zeit auf der Intensivstation im künstlichen Koma.

Die Angreifer sind bekannte Nazis aus der Schönebecker Kameradschaftsszene, darunter Francesco L., eine zentrale Figur die seit Jahren durch brutale Übergriffe in der Region auf sich aufmerksam macht. 2006 war er maßgeblich an der Misshandlung eines 12 Jährigen beteiligt. Im Januar 2011 griff er einen Imbiss in Schönebeck an und im Jahr 2012 zwei Jugendliche. Im September 2013 hätte er für die letzte Tat die Haft antreten müssen. Er zog jedoch noch einmal mit seinen Kameraden durch die Region und griff in Bernburg den 34-jährigen Gaststättenbesitzer an. Dessen Familienmitglieder wurden daraufhin wiederholt Ziel rassistischer Angriffe. Die Polizei sieht keinen Zusammenhang. Am 20. Februar wird der Prozess gegen die Täter eröffnet. Die Staatsanwaltshaft Magdeburg tut sich wie so oft schwer damit ein rassistisches Tatmotiv zu erkennen – zum Nachteil des Betroffenen und im Sinne der Täter.

In Sachsen-Anhalt wird sich seit mehr als 20 Jahren schwer damit getan gegen rechte Schläger, Nazis und auch Mörder in Uniform zu ermitteln. Drei ungeklärte Morde in der Polizeistation von Dessau sind unerträgliche Beispiele dafür. Viel mehr bestimmen Vertuschen, Verschweigen und Wegschauen die Praxis von Polizei und Politik im Land.

11. Februar | 21:30 Uhr | JuzI

Le Chat Noir Pomnim Stas i Nastija

Am 19. Januar jährt sich der Todestag der libertären und antifaschistischen Aktivist_innen Anastasija Baburova und Stanislaw Markelov zum fünften Mal. Mit mehreren Schüssen in den Rücken beendeten die Faschist_innen Nikita Tichonov und Evgenija Chasis am 19. Januar 2009 das Leben zweier zentraler Personen der emanzipatorischen Bewegungen in Russland.
Anastasija Baburova schrieb als Journalistin über die zahlreichen Repressionsmaßnahmen des russischen Staates gegen linke Aktivist_innen und Menschenrechtsgruppen. Sie berichtete auch über die Arbeit des Rechtsanwaltes Stanislaw Markelov, der nicht nur ein wichtiger Partner verfolgter Aktivist_innen war, sondern selbst den russischen Staat verfolgte.
Markelov engagierte sich für eine Aufklärung und Strafverfolgung der Verbrechen des Tschetschenienkrieges. Unter dem Vorwand des Kampfes gegen islamistischen Fundamentalismus verschleppten, folterten und ermordeten russische Soldaten sowie die dafür gegründete Sondereinheit “OMON” zwischen 1994 und 2003 tausende Menschen. Nur Wenige wagten es wie Anastasija Baburova und Stanislaw Markelov die Hintergründe zu recherchieren – dabei gingen sie sogar noch weiter und sagten den in der Regierung sitzenden Täter_innen einen unerbittlichen Kampf an.
Die beiden Mitglieder des faschistischen Terrornetzwerkes “Brigada-88” versuchten diesen Kampf mit einem feigen und brutalen Mord zu beenden. Wenige Monate später richteten sie zudem den Antifaschisten Ivan Khurtoskoi in St. Petersburg hin. Doch trotz dieser Mordserie lässt sich der Kampf für soziale Emanzipation nicht Tod kriegen.
Der 19. Januar ist heute ein Tag an dem emanzipatorisch denkende Menschen zusammenkommen um an die Ermordeten zu erinnern – aber auch um zu zeigen, dass der Kampf weitergeführt wird.
In diesem Sinne wollen wir die Solitheke am 14. Januar dazu nutzen, in eben dieser Tradition Anastasija und Stanislaw zu gedenken. In einem Vortrag sowie einigen Film- und Tondokumenten sollen die beiden Ermordeten selbst noch einmal zu Wort kommen. Sie werden zeigen, warum der Widerstand in noch so gefährlichen Zeiten bitter notwendig ist und sie sollen uns Inspiration für unsere Kämpfe aber auch für grenzüberschreitende Solidarität sein.

14. Januar | 21:30 Uhr | JuzI

Soliparty

Anfahrt zu Flora bleibt!

Der Zugtreffpunkt für die Fahrt zur Demonstration aus Göttingen ist vor dem Bahnhof um 8:45 Uhr, damit dann gemeinsam der Metronom, Abfahrt 9:07 Uhr, genommen werden kann.
Wer ein Busticket haben möchte, Abfahrt Samstag früh vom Kaufpark, kann sich bei uns bis zum Samstag 14.12. melden, inklusive Rückfahrt. Das Demoerlebnis wird so 15 Euro kosten.
Der Treffpunkt in Hamburg vor der Demo wird auch über Mail-Kontakt abgesprochen.

Le chat noir über den sozialen Kampf in Hamburg an vielen Fronten

Rote Flora verteidigen – Esso-Häuser durchsetzen! Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle!

flora bleibtIn Hamburg überschlagen sich derzeit verschiedene Ereignisse. In mehreren ungelösten Konflikten setzt der Senat auf eine harte Linie und Auseinandersetzungen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Flüchtlinge aus Lampedusa dar, aber auch die Bewohner_innen der Esso-Häuser auf St. Pauli stehen einem kompromisslosen Senat gegenüber und das seit 24 Jahren besetzte Stadtteilzentrum Rote Flora ist wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung geworden.
Eine bundesweite und internationale Demonstration am 21. Dezember soll deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte die Rote Flora angegriffen werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei in aktuellen Kämpfen um den Erhalt der Esso-Häuser, dem Bleiberecht der Flüchtlinge und der radikalen Kritik an Repression und Gefahrengebieten.
Die Esso-Häuser sind zwei große Gebäude an der Reeperbahn mit über 100 Bewohner_innen und kiezaffinem Gewerbe, welche abgerissen werden sollen, um einem Neubau mit Eigentumswohnungen und teuren Läden Platz zu machen. Der Stadtteil St. Pauli ist gleichzeitig ein Zentrum der Kämpfe von über 300 Refugees aus Lampedusa, welche sich in Hamburg als Gruppe organisiert haben und Bleiberecht einfordern.
Die Kämpfe von Refugees, der Esso-Häuser, der Roten Flora, die Kämpfe gegen Gefahrengebiete und Repression verdichten sich aktuell nicht nur in ihrer zeitlichen Räumlichkeit, sondern auch in der Zielsetzung. Ohne einen sich weiterentwickelnden Widerstand, der Erfolge für die Bewegungen erzwingt, droht die Haltung der SPD, alle Konflikte mit staatstragender Geste auszusitzen. Die Bedeutung der einzelnen Konflikte ist dabei weit größer als ihr jeweiliger lokaler Austragungsort.

Im Rahmen der Veranstaltung berichten Aktivist_innen von der aktuellen Situation der Roten Flora, den Protesten auf St. Pauli von Mieter_innen, Anwohner_innen und Refugees und dem aktuellen Vorbereitungsstand der Demonstration am 21. Dezember.

10. Dezemeber | 21:30 Uhr | JuzI

Neue Mailadresse + Key

Wir sind absofort unter der Adresse: nixspäm-asjgoe (a) ungehorsam.ch zu erreichen. Wenn ihr uns tatsächlich schreiben möchtet, entfernt doch das Nispam- vorher. Außerdem gibt es auch einen dazugehörigen neuen Key, den ihr auf unserer Kontaktseite bekommt.

Dort findet ihr jetzt übrigens auch ein PGP unterstützendes Kontaktformular. Wir freuen uns auf Post voller Ideen für den Umsturz.

Brot&Rosen

„Weil Rostock nicht vergessen ist!“

Infoveranstaltung zur Demo in Schneeberg

20:30 Uhr im T-Keller
14. November

Gemeinsame Anreise nach Schneeberg:
16.10. | 11 Uhr | JuzI

Schneeberg

Siempre Antifascista – Remembering means fighting

Im November jähren sich viele Morde an Antifaschist_innen, denen wir gedenken wollen.
Conny, die am 17. November 1989 in Göttingen von der Polizei während einer Demo überfahren wurde, Silvio Meier, der am 21. November 1992 in Berlin von Neonazis getötet wurde oder der 2007 in Madrid ermordete Antifaschist Carlos Yavier Palomino sind nur einige wenige Beispiele.
Sie alle kämpften für eine emanzipatorische Gesellschaft, lehnten sich gegen die bestehenden Herrschaftsverhältnisse auf und traten für ihre antifaschistische Überzeugung ein.
Uns ist es wichtig den vielen betroffenen Menschen zu gedenken, die im Kampf gegen den Faschismus gestorben sind, doch legen wir noch größeren Wert darauf den Kampf weiter zuführen – die Trauer in Wut zu verwandeln und daraus Kraft für den eigenen antifaschistischen Widerstand zu ziehen. Anhand dieser Verbindung zwischen Gedenken an das Vergangene und der daraus zu ziehenden Konsequenz für das eigene politische Handeln, wollen wir in diesem Jahr die Frage stellen, wie antifaschistische Arbeit aussehen kann, wo sie bereits ansetzt und wo sie noch verstärkt werden muss.
Letztes Jahr jährten sich die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda sowie die Brandanschläge in Mölln und Solingen zum 20. Mal und nun wiederholt sich die Geschichte in Duisburg und Hellersdorf. Es gilt sich dem entschlossen entgegenzustellen, wenn Geflüchtete verfolgt, Asylbewerber_innenheime bepöbelt und gegen alle gehetzt wird, die nicht in die Vorstellungen der neoliberalen Ansprüche der Mehrheitsgesellschaft passen.
Antifaschismus ist kein life style, der seine Notwendigkeit nur noch in der Provinz findet, sondern eine Überzeugung, nach der es zu handeln gilt. Als Antifaschist_innen muss unser Blick über unsere eigenen Lebensrealitäten hinausgehen darf sich nicht vor den prekären sozialen Realitäten anderer verschließen.

Oi!- Alles un­po­li­tisch, oder was?

Grauzonenmusik bei der Le Chat Noir?
Der Be­griff “Grau­zo­ne” geht seit ei­ni­gen Jah­ren durch die Oi!- und Punk­sze­ne und führt lang­sam aber si­cher auch in An­ti­fa-​Sze­nen zu hit­zi­gen Dis­kus­sio­nen. Wäh­rend die Pa­ro­le “gegen Nazis” von vie­len nach wie vor groß ge­schrie­ben wird, gilt auch das Label “un­po­li­tisch” als be­liebt und an­schluss­fä­hig in der Szene.
In die­ser Ver­an­stal­tung möch­ten wir dar­über spre­chen, was unter die­ser “Grau­zo­ne” ver­stan­den wird und wieso sie einen der­art gro­ßen An­schluss er­fährt. Au­ßer­dem möch­ten wir auf die Er­fol­ge ver­meint­lich un­po­li­ti­scher Bands ein­ge­hen und dem damit ver­bun­de­nen Ver­lust eman­zi­pa­to­ri­scher Ideen.
Ver­an­stal­ter*innen: North East An­ti­fa­scists NEA und RASH BB

12.​11.​ | 21:30 Uhr | JuzI