Archiv für Januar 2010

Repression in Göttingen… Demo Sa 17 Uhr!

Am Mittwoch, dem 27. Januar 2010, rannten Polizisten von einer am 22. Januar in Brand geratenen Teeküche im Gebäude des Landkreises Göttingen mit einem Sprengstoffspürhund durch die Stadt und machten Halt an einem linken Wohnprojekt. Dort verschafften sie sich am frühen Abend Zugang und stürmten das Haus, in dem ein paar BewohnerInnen gerade vor dem Fernseher saßen. Im Anschluss durchsuchten sie mehrere Räume und beschlagnahmten Computer und diverse andere Dinge, die sich nicht dazu eignen Teeküchen anzuzünden.

Als Reaktion auf die offensichtlichen Durchleuchtungs- und Einschüchter-ungsversuche gegen Linke versammelten sich über 200 Menschen vor dem Haus und zogen ab 21h mit einer offensiven Spontandemonstration durch Göttingen. Die mit der Situation überforderte Polizei konnte noch Glasbruch und etwas Unordnung in der Innenstadt feststellen und nahm am Rande fünf Personen in Gewahrsam, die alle am selben Abend wieder laufen gelassen wurden.

Die Hausdurchsuchung ist der vorläufige Höhepunkt der anhaltenden Hetze und Repression gegen Linke in Göttingen, die seit dem Brand in der Teeküche nahe der Ausländerbehörde des Landkreises an Qualität deutlich zugenommen hat. Dass die Rechnung von Polizei und Staatsanwaltschaft jedoch nicht aufgehen wird, haben die spontanen Reaktionen der Göttinger Linken noch am Abend bewiesen.

Für Samstag, den 30. Januar, ist eine Demonstration bereits in Planung. Start ist um 17h am Gänseliesel.
Achtet auf weitere Ankündigungen!

Kommt alle!

Staat. Repression. Kapital. Scheisse!

Indymedia

Alles für Alle! – Für die soziale Revolution!

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Für den 30.01.10 ruft das Protestplenum Frankfurt zu einer bundesweiten Demonstration unter dem Motto „Die Uni gehört allen – Unser Leben in unsere Hände!“ auf. Auch das sozialrevolutionäre & antinationale Krisen-Bündnis Frankfurt ruft zur Beteiligung an der Demonstration auf.

Denn nicht nur im Bildungswesen, an Schulen, Hochschulen und Kitas ergreifen die Menschen in den letzten Jahren die Initiative, gehen auf die Straße oder besetzen Gebäude, um gegen die von ihnen als bedrückend empfundenen Verhältnisse anzukämpfen. Auch Auszubildende, Hartz IV-Empfänger_innen, Arbeiter_innen, Umweltschützer_innen und Migrant_innen kämpfen gegen das Fortbestehen einer Welt, die vor allem Verlierer_innen kennt.

Oftmals bleiben diese Kämpfe in ihren Forderungen und Aktionen aber in der Logik des Kapitals gefangen. So lassen sich viele Forderungen der Studierenden im aktuellen Bildungsprotest als Belehrung der Herrschenden lesen. Diese zielt häufig nur darauf, eine „bessere“ Form, wie die Ware Arbeitskraft noch effizienter für den Standort Deutschland ausgebildet werden könne, einzufordern. Und auch in den Arbeitskämpfen wird oftmals betont, dass man als Arbeiter_in doch im gleichen Boot sitze wie die Kapitalist_innen. In dieser Logik erscheinen auch Lohnkürzungen, um wenigstens den Arbeitsplatz zu erhalten, als angemessen.

Auf diese Art zu denken und zu „kämpfen“ werden wir uns nicht einlassen!

Wir wollen die Abschaffung der Lohnarbeit und nicht nur höhere Löhne. Eine von Kapitalinteressen und Herrschaft freie Bildung, Forschung und Lehre und nicht nur eine kostenlose Ausbildung. Eine Stadt, die für mehr als nur zum arbeiten und konsumieren da ist. Eine Gesundheitsfürsorge, die sich am Wohlergehen und den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und nicht an deren Produktivität und Verwertbarkeit.

Denn, dass ein gutes Leben für alle möglich ist, zeigt bereits der Widerspruch von prall gefüllten Warenhäusern, Lagerräumen, Apotheken und den zahllosen Hungernden, Leidenden und Kranken dieser Welt.

Die Veränderung der bestehenden Verhältnisse und die Ausrichtung der Welt am Wohl der Menschen wird sich sicher nicht durch Appelle an „Vater Staat“ oder die „Segnungen“ des Marktes erreichen lassen.

Der Zurichtung für den Standort und dem Ausschluss aus gesellschaftlichen Prozessen haben wir den solidarischen Kampf um Selbstbestimmung und Aneignung entgegen zu setzen – überall dort, wo er geführt werden muss und immer mit der Perspektive auf eine ganz andere Wirklichkeit, jenseits von staatlichen und ideologischen Zwangskollektiven und den Sachzwängen einer kapitalistisch organisierten Wirtschaft.
Unser Leben in unsere Hände!
Darum: Für die soziale Revolution!

Beteiligt euch an der bundesweiten Studiedemo am 30.01.10.

14 Uhr – Bockenheimer Warte

Antinationaler und sozialrevolutionärer Aufruf

Ein Bus zur Anreise aus Braunschweig hält ca. 9.30 Uhr am Zoologischen Institut in Göttingen. Abfahrt ca. 9.45 Uhr

Hier das dazugehörige Mobi-Video