Archiv für November 2011

Update: Gegen Naziterror! Gegen Rassismus! – Demo am 3.12.2011

„Wer in Deutschland vom Faschismus reden will, darf vom Staat nicht schweigen“
Gegen Naziterror! Gegen Rassismus!
Für eine solidarische Gesellschaft und ein Leben in Freiheit und Würde für alle!

Demonstration | Samstag, 03. 12.2011 | 13 Uhr | Gänseliesel

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Aufruf zur Demonstration gegen Naziterror und Rassismus am 3.12.2011 in Göttingen.

Der VS im BRAUNen Sumpf
In den Jahren 2000 bis 2006 wurden bundesweit neun Menschen erschossen. Schnell war für die ermittelten Behörden klar, wer hinter den Taten steht – die Organisierte Kriminalität. Jahrelang wurden die Taten und ihre Opfer fälschlicherweise in Zusammenhang mit Gewalt unter Migrant_innen dargestellt. Die Medien übernahmen diese Begründung unhinterfragt und kreierten mittels stereotypischen und rassistischen Klassifikationen den Begriff „Döner-Morde“. Aber auch die Kriminolog_innen standen dem mit dem Namen „SoKo Bosporus“ für ihre Ermittlungsgruppe in nichts nach. Diese Terminologie zeigt den ausgeprägten Rassismus der deutschen Gesellschaft.

Auf dem Rücken dieser Mordopfer wird seit Jahren eine Posse ausgetragen, die an Menschenverachtung kaum zu überbieten ist und die in den letzten Tagen ihren Höhepunkt erreichte. Die Hauptakteur_innen dieses mörderischen Schauspiels sind: Polizei, Verfassungsschutz (VS), Medien und Politik.
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Le Chat Noir goes Tunesia!

Solitheke mit Bericht zur Revolte in Tunesien und danach

Von Ende September bis Anfang Oktober waren AktivistInnen verschiedener Länder in Tunis. Auch aus Göttingen waren einige Menschen vor Ort. Unterschiedliche Gruppen und AkteurInnen der Aufstände, die den Diktator Ben Ali im November letzten Jahres verjagt haben, hatten zu einer internationalen Konferenz aufgerufen, um in Workshops zu verschiedenen Themen wie Migration oder Prekarität Perspektiven und Herausforderungen aktueller Kämpfe aufzuzeigen. Gleichzeitig vermittelten unsere Erlebnisse vom Alltag in Tunis den Eindruck einer Gesellschaft zwischen Aufbruch und neuerlicher Repression. Mit unserem Fotobericht möchten wir euch einen Eindruck davon vermitteln.
Die Einnahmen dieses Abends gehen an lokale Initiativen in Tunesien, um weitere politische Arbeit zu finanzieren und die Opfer politischer Repression zu unterstützen.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!
Tunesien Theke

Antifa & Dancehall – ASJ bei der OpenUni

Vom 11. bis zum 13. November findet in Göttingen eine vom AStA initierte „Open Uni“ statt. Diese war früher unter den Namen „48-Stunden Uni“ oder auch „Volx-Uni“ bekannt und besteht aus Veranstaltungen zu den verschiedensten Themengebieten, die von den Teilnehmenden selbst organisiert werden.
(AstA-Seite)

Auch wir werden im Rahmen der Open Uni zwei Veranstaltungen durchführen.

Am Sonntag um 14:00 Uhr werden wir im Verfügungsgebäude im Raum VG 1.104 den Film „Antifa – Chasseurs de Skins“ zeigen.

In den achtziger Jahren wurde Paris von einer Welle von faschistischer Gewalt erfasst. Als migrantisch oder alternativ aussehender Mensch, musste man seinen nächtlichen Weg durch die Stadt im voraus genau planen, da in vielen Metro-Stationen Nazi-Skinheads auf potentielle Opfer lauerten. In dieser Dokumentation des Regisseurs Marc-Aurèle Vecchione wird anhand von Zeitzeugen-Interviews rekonstruiert, wie sich unter Jugendlichen Widerstand gegen diesen ständigen Zustand der Bedrohung bildete.
(Filmtrailer auf YouTube)

Anschließend wird es ab 16:00 Uhr im Raum VG 1.103 einen Vortrag über sexistische und homophobe Inhalte in der Reggae- und Dancehall-Musik geben:

Sexismus und Homophobie im Reggae und Dancehall

Spätestens nach Pressemitteilungen gegen Interpreten auf dem Chiemsee Reggae Summer 2008 weiß jede*r Reggaesympathisant*in und (Queer-)Feminist*in von homophoben und sexistischen Texten in der sonst doch so toleranten und weltoffenen Musik. Doch homophobe und sexistische Interpreten bleiben außerhalb der Szene unbekannt und in der Szene wird über ihre menschenverachtenden Texte hinweg gesehen. In dem Vortrag wollen wir Aufklärung schaffen. Dazu wird es nicht nur um Reggae und Dancehall an sich gehen, sondern auch um die Religion hinter dem Reggae – dem Rastafarismus. Außerdem werden wir an Beispielen aufzeigen, wie offen zur Ermordung oder Verbannung Homosexueller aufgerufen wird und was es heißt als Frau auf Jamaika „tanzen“ zu gehen.