Archiv für April 2012

Göttingen: Aktuelles zum Zukunftsvertrag

Zukunftsvertrag
Kundgebung gegen die geplanten Sozial- und Kulturkürzungen | Zukunftsvertrag ablehnen – für ein lebenswertes Göttingen

Do, 26. April 2012 | 16:30 Uhr | Neues Rathaus/Hiroshimaplatz

Am 26. April soll in der Ratssitzung um 17:30 Uhr der sogenannte Zukunftsvertrag beschlossen werden. Aber eine Zukunft oder Perspektive bietet der Vertrag gerade nicht. Stattdessen ist er ein Mittel, um über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen und Institutionen zu zerstören und kaputt zu sparen. Die kommunale Selbstverwaltung wird immer stärker zurückgedrängt und ihre Handlungsmöglichkeiten werden nachhaltig eingeschränkt. Um den Vertragsvereinbarungen mit dem Land nachzukommen, will die Stadt ab dem kommenden Haushaltsjahr umfangreiche Kürzungen insbesondere bei den kulturellen und sozialen Leistungen auf den Weg bringen. 5,2 Millionen Euro sollen 2013 eingespart werden, da sich die Stadt verpflichten will, über 10 Jahre auf weitere Kreditaufnahmen zu verzichten und ausgeglichene Haushalte vorzulegen. Im Gegenzug will das Land die in der Vergangenheit aufgenommenen Liquiditätskredite der Stadt teilweise übernehmen. Bis maximal 146 Millionen Euro soll Göttingen bis zum Jahr 2020 aus dem von Land und Kommunen zur Verfügung gestellten Topf erhalten können.
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Gegen den Eichsfelder Heimattag

Eichsfelder Heimattag, unter diesem Namen plant Thorsten Heise, Kreistagsabgeordneter für die NPD Eichsfeld, für den 5.Mai ein Rechtsrock-Event in der Kleinstadt Leinefelde in Nordthüringen. Während tagsüber zu einem netten Familienfest, mit Bratwürstchen und Hüpfburg geladen wird, um sich als nette Leute von der NPD zu präsentieren, lädt Heise abends dann zum Konzert der Faschobands „Tätervolk“, „Sturmtrupp“ oder „Lunikoff Verschwörung“, die in ihren Liedern zur Verfolgung von Migrant*innen aufrufen und „Deutschen Sturm“ aufrufen.

Ab in die Provinz!
Letztes Jahr hieß es bereits „Ab in die Provinz – Rechtsrock die Sicherung raushauen!“. Auch in diesem Jahr wollen wir lautstark und kreativ gegen den „Eichsfelder Heimattag“ demonstrieren. Die Erfahrungen aus Jena und anderen Städten zeigen, dass nur aktiver Protest Nazi-Veranstaltungen auf Dauer verhindern kann. Wir wollen ein Klima schaffen, das eine jährliche Durchführung Heises Sauf- und Brüllgelages unmöglich macht.

Wir rufen dazu auf, am 5.Mai gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen!
13.30 Uhr Bhf. Leinefelde
Kommt zahlreich! Seid kreativ!
Heise den Spaß verderben!

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Sechster Todestag von Sascha Rjuchin

Sasch R.Heute vor sechs Jahren erlag Sascha Rjuchin den Verletzungen eines Naziangriffes in Moskau.
„Mein Sohn hat mir viel von Nazis erzählt, aber ich glaubte das alles nicht. Doch nicht in unserem Land“ Dies sind die nachdenklichen Worte von Saschas Mutter nach dem Mord. Sascha war über Jahre aktiv in antifaschistischen Zusammenhängen. Gemeinsam mit seinen Genoss*innen versuchte er in Moskau, der Stadt mit der höchsten Rate an rechtsradikalen Gewalttaten und Hassverbrechen, sich den Faschos entgegenstellen. In der Nacht des 16. April 2006 wurden Sascha und seine Freund*innen von einer Gruppe von sechs Faschos angegriffen. Sascha erwischte zuerst ein glatter Stich unters Herz, danach erwischten die Faschos ihn mit ihren Messer am Kopf. Noch bevor irgendwelche Hilfe kommen konnte, erlag Sascha seinen Verletzungen.
Der Mord wurde staatlicherseits versucht zu vertuschen, eine ernsthafte Ermittlung gegen die Täter*innen gab es nicht. Erst der Anwalt Stanislav Markelov und die Journalistin Anastasija Baburova nahmen sich auf eigener Faust der Ermittlung gegen die Faschos an. Nur wenige Jahre später traf auch sie die Nazigewalt. Markelov und Baburova wurden auf offener Straße erschossen.

Sascha wir werden dich nicht vergessen!
Faschismus tötet – jeden Tag!
Siempre Antifascista – es gilt die Tat!

Vortrag „Nationalismus in Russland – Gesellschaftliche Zustände und antifaschistische Antworten“ in Berlin

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Auf Einladung der Projektwerkstatt W.u.T. und der Redaktion „Abuje“ referiert die ASJ Göttingen am Freitag den 13. im Berliner „La Casa“ zum Thema „Nationalismus in Russland – Gesellschaftliche Zustände und antifaschistische Antworten“.

Freitag, 13. April 2012
19:30 Uhr – „La Casa“
Wurzener Str. 6, 12627 Berlin

Im folgenden die Ankündigung, wir freuen uns über euer kommen.
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ASJ Soliparty „Alles musz in Flammen stehen“

Neue BFE Einheit vor der Haustür, Totti Heise hat sich ne neue Hüpfburg gekauft, die soziale Stadt macht ne häßliche Fratze und das Kulturangebot wird einem unter dem Arsch weggekürzt. Wenn es jemals Zeit war was zu tun, dann jetzt. In Bewegung kommen gegen die Verhältnisse! Und da die Göttinger Linke vor allem eine Bewegung auf dem Dancefloor ist, hat die ASJ als zielgruppenorientierte Politgruppe genau die richtige Aktion für dein Bewegungsbedürfnis! Die „Menage à plusier-e-s //Alles muss in Flammen stehen!“ Soliparty am 21.04.2012 im JuzI!
Es gibt einen Kessel schwarz-rot-buntes mit feinsten elektronischem Bummbumm für Ohr, Nerven und Tanzbein. Das LineUp stellen Björn Peng (normloser Elektro), Über Allem Thront Das Flug (Beatpunk and beyond), Tathandlung (NintenTechno), Klangexperimente (eher elektronisch) und K.Putt (Minimal im großen Stil).
Konzert//Party//21/04/12//JuzI
Die Einnahmen gehen in die Finanzierung des Fortschritts. Und nach Moskau.
Alles musz in Flammen stehen