Archiv für August 2012

Demo gegen Deutschlands größten Abschiebeknast

Büren 0809
SCHLUSS DAMIT
Antirassistische Demonstration gegen Abschiebeknäste
08.09.2012, 12:00 Uhr, Büren (Westfalen)

Auftakt am Marktplatz – Shuttle-Busse ab Paderborn HBF
Infos auf: www.schlussdamit.blogsport.de

Was passiert in Büren?
In Büren steht mit über 300 Haftplätzen das größte Abschiebegefängnis Deutschlands. Die Menschen, die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Sie sind in Haft, damit ihre Abschiebung sichergestellt werden kann. Sie haben ihr Land verlassen auf der Suche nach Sicherheit und einer Lebensperspektive.

Neben der Abschiebehaft haben die rassistischen Sondergesetze noch eine Vielzahl anderer unmenschlicher Praktiken zu bieten: Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Lagerunterbringung und Wertgutscheine statt Bargeld fördern die Isolation von Flüchtlingen und verhindern ihre Teilhabe an der Gesellschaft.
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Eastside Rebellion


Ein Aktionstag für Solidarität und Widerstand am 15.09.

eastside Rebel1

Am 15.09. wollen wir einen ganzen Samstag den Menschen widmen, die auch in Zeiten von Depression und staatlicher Verfolgung sich nicht zum Frieden mit den herrschenden Verhältnissen zwingen lassen. Ab 15 Uhr laden wir euch ein ins Stilbrvch zu kommen und Wege des Widerstands zu sehen/finden/diskutieren/auszuprobieren. Mit Musik, Film und Voträgen sollen nicht nur spannende Projekte und Aktionen vorgestellt werden, sondern entdeckt werden, welche Ideen und Praktiken unseren Aktivismus begleiten. Ein Fahrplan durch das Minifestival des selbstorganisierten Widerstands.
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Demo in Büren

Antira Demo gegen den Abschiebeknast in Büren – Samstag, 08. September 2012 – 12 Uhr – Büren

Infoveranstaltung zu Abschiebehaft

büren info Im Jahr 2011 wurden ca. 8.000 Menschen abgeschoben. Allein aus dem Abschiebeknast in Büren finden jährlich um die 2.000 Abschiebungen statt.
Mit über 300 Haftplätzen ist Büren das größte Abschiebegefängnis Deutschlands.
Aus Furcht vor der bevorstehenden Abschiebung haben sich seit der faktischen Abschaffung des Asylrechts 1993 mehr als 60 Menschen in deutschen Abschiebeknästen das Leben genommen.
Am 30.8.1999 verbrannte Rachid Sbaai in einer Isolationszelle des Bürener Knastes. Die herrschende Abschiebepolitik hat diese und viele weitere Tote zu verantworten.
Am 08.09.2012 wird in Büren unter dem Motto: Schluss damit! Bewegungsfreiheit für alle! Abschiebeknäste schließen! demonstriert.
Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen.
In einer Veranstaltung am Freitag soll die Situation in deutschen Abschiebeknästen, mit exemplarischen Schwerpunkt auf die JVA Büren, dargestellt werden und gemeinsam der gesellschaftlich Kontext in dem Abschiebehaft möglich ist, sowie Perspektiven im Kampf dagegen, diskutiert werden.

Desweiteren wird es Informationen zur Demonstration am 08.09. in Büren geben und die gemeinsame Anreise aus Göttingen geplant werden.

Organisiert vom AK Asyl & antirassistischen Aktionsplenum: www.papiere-fuer-alle.org
im Rahmen der Kampagne “Rassismus tötet!“

Weitere Infos auf:
ausbrechen.info/
Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren

Infoveranstaltung zur Abschiebehaft in der BRD

Infoveranstaltung zur Abschiebehaft in der BRD Freitag, 31.08.12 – 20 Uhr im T*Keller

Demo in HRO

25.08.12 – 08:30 Uhr Busabfahrt
Demo 20 Jahre nach Rostock- Lichtenhagen
Deutsche Zustände aufmischen

Auf zur Demo 20 Jahren nach dem Progrom – Busanreise aus Göttingen

+++ Fahrkarten von GÖ nach Rostock für den 25.8 +++ Karten für 25€ und 20€ ab jetzt verfügbar +++

Wie angekündigt, wird es eine gemeinsame An – und Abreise von Göttingen per Bus nach Rostock zur Demonstration anlässlich der rassistischen Pogrome vor 20 Jahren geben.

Fahrkarten für den Bus bekommt ihr nur noch im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7, Göttingen)

Der Bus wird am Samstag, dem 25.8 morgens um 8.30 Uhr an der Zoologie (Bahnhof) losfahren. In Rostock gibt es neben der Demo noch weiteres Programm wie etwa ein Konzert. Um ca. 23h geht´s dann wieder Richtung Göttingen

Die Karten für Hin-und Rückfahrt kosten 25€ (Normalpreis) & 20€ (Sozialticket)

Wenn ihr Fragen zur Busfahrt, Pennplätzen etc. habt, schreibt uns gerne an.

Die Mobilisierung aus Göttingen wird organisiert von „Rassismus tötet“ Göttingen: Antirassistisches Aktionsplenum Göttingen, ASJ Göttingen, Basisgruppe Sozialwissenschaften, Basisgruppe Germanistik und der Redical [M]

Weitere Infos und Programm:

rassismus-toetet.de | deutsche-zustaende-aufmischen.net

Basteltag LiHa

Basteltag zur Vorbereitung auf die Demo
20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Montag, 20. August
ab 13 Uhr im juzI

Basteltag für die Demo in Lichtenhagen

Am kommenden Samstag, 25. August, wird es in Rostock-Lichtenhagen eine
Demonstration 20 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen geben.

Um auf der Demo ein eindeutiges Zeichen für den Kampf gegen Rassismus und
Deutschland zu zeigen, wird es am Montag, 20. August, einen gemeinsam
Transpis, Schilder und vieles weitere gemalt und gebastelt.

Kommt ab 13 Uhr mit kreativen Ideen ins JuzI!

Basteltag zur Vorbereitung auf die Demo
20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen
Montag, 20. August
ab 13 Uhr im juzI

Mobiveranstaltung zur Demonstatration in Rostock Lichtenhagen

Mobi RostockDas Pogrom von Rostock-Lichtenhagen – 20 Jahre danach.
Bild- und Film-Vortrag der Kampagne “Rassismus tötet!”

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: Über mehrere Tage wütet ein rassistischer Mob aus „braven“ Deutschen und organisierten Neonazis gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge und ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer DDR-Vertragsarbeiter*innen. Steine und Molotov Cocktails flogen – das es in diesen Tagen keine Toten gab, war pures Glück. Der Staat ließ die Brandstifter gewähren.

Zynisch nutzten die großen Volksparteien das Pogrom, um die lang diskutierte Änderung des Artikels 16 zu vollziehen. Kurz gesagt: Die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Lichtenhagen ist nicht bloß die Verkettung von Ereignissen oder das Resultat einer rassistischen Debatte, sondern ein inszeniertes Fanal – ausgeführt vom Mob und ermöglicht durch strategische Absprachen der Verantwortlichen auf Lokal- und Bundesebene. Der Staat öffnete damals seine Schleusen nach rechts um die Verfassungsänderung zu bewirken. Die jährlichen 7.917 Abschiebungen aus Deutschland können darum von den Ereignissen 1992/1993 nicht losgelöst betrachtet werden.

“Wo steht die deutsche Gesellschaft heute, 20 Jahre nach Rostock?” Eine Antwort bleibt meist aus. In Anbetracht der Allgegenwärtigkeit von NSU- und “Sarrazin-Debatte” und des Jahrestages von Rostock fällt es schwer den Überblick zu behalten angesichts der Hetze und der vielen Toten.

In der Veranstaltung zeichnen wir die Ereignisse 1992 und deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen nach (mit Bild- und Filmmaterial aus den 90ern). Gleichzeitig werden Parallelen, Unterschiede und Strategiewechsel des rassistischen Diskurses herausgearbeitet.

Wir laden euch ein am Donnerstag um 18 Uhr, den 16. August ins Kabale zukommen. Es wird dort auch Tickets für den Bus zur bundesweiten Demonstration in Rostock-Lichtenhagen geben.