Archiv für November 2012

Le chat noir gedenkt Silvio Meier am 27.11 (im Juzi natürlich)

Vor 20 Jahren wurde Silvio Meier von Nazis ermordet. Für seine Freund*innen stand der nazistische Hintergrund der Tat von Anfang an fest. Hatten doch seine Begleiter*innen die Angreifer*innen als Nazis erkannt und dies auch von Anfang an so gesagt. Die Bullen probierten damals es als Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Jugendbanden darzustellen.
Der damals 27-jährige Silvio Meier wohnte in einem besetzen Haus in Friedrichshain. Es war eines der ersten Häuser, die bereits im Dezember 1989 besetzt wurden. Silvio war bereits in der DDR in linken Gruppen, außerhalb des Staats-Rahmens engagiert.
Wir wollen uns alle zusammen mit Fotos und Bilder an Silvio errinern, kommt vorbei und vergesst nicht: Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Demo gegen das Gutscheinsystem und rassitische Sondergesetze!

gutscheindemo

Am Samstag, den 1. Dezember findet in Hannover eine Demonstration für die sofortige Abschaffung des schikanösen Gutscheinsystems und gegen sämtliche andere rassistische Sondergesetze statt. Die Demonstration wird vom Bündnis gegen das Gutscheinsystem Niedersachsen organisiert und versteht sich als Teil der bundesweiten Proteste gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen von Flüchtlingen.

Das Bündnis ruft weiterhin zur Unterzeichnung einer Petition an den Niedersächsischen Landtag auf, in der ebenfalls die Abschaffung des rassistischen Gutscheinsystems in Niedersachsen gefordert wird. Die Petition kann noch bis 27.11. auch online unterschrieben werden.

Die gemeinsame Anfahrt aus Göttingen zur Demonstration am 1.12. startet um 10:09 Uhr aus Gleis 6 (Metronom). Kommt rechtzeitig zur Aufteilung auf Wochenendtickets, spätestens um 9:55 Uhr!

Update: Der Auftaktort der Demonstration hat sich geändert. Es geht nun an der
Ecke Schillerstraße / Andreaestraße (ca. 200m vom Hauptbahnhof, Richtung Schillerdenkmal) los.

Mehr Infos zum schikanösen Gutscheinsystem auf den Seiten der Gutscheingruppe
Mehr Infos zur Petition auf solitausch.org
Mehr Infos zur Demo im Aufruf in sieben Sprachen hier

„Capture the Flag“ Soliparty

Solisause

Mikroklubbing
http://soundcloud.com/mikroklubbing

Hin und Wieder (Deeptech/Minimal)

K.Putt (Minimal)
https://www.facebook.com/pages/K-Putt/247702228621198

Datum: 1. Dezember 2012
Beginn: 22 Uhr
Ort: Stilbrvch

Eure ASJ Göttingen
www.asjgoe.blogsport.de
und
Anifaschistische Initiative Höxter
http://antifahx.blogsport.de/

Erzählcafé – Die frühen 90er in Göttingen

erzählcafe

Im Rahmen des „Siempre Antifascista!“ Festivals laden die ASJ Göttingen und „Rassimus tötet!“ zu einem Erfahrungsaustausch von Ak­ti­vist*innen un­ter­schied­li­cher Ge­ne­ra­tio­nen.
Im Rahmen eines Erzählcafés wollen wir über die Geschehnisse der frühen 90er sprechen, wie den Tod Conny Wessmanns, rassistische Hetze und Pogromstimmung aller Orten.
Wie sah die Si­tua­ti­on in Göt­tin­gen frü­her aus?
Mit wel­chen Pro­ble­me waren Aktivist*innen hier kon­fron­tiert?
Wie wur­den die Er­mor­dung Conny Wess­manns und die Pro­gro­me in der BRD gegen Mi­grant*innen wahr­ge­nom­men?
Wir möch­ten gerne über diese ver­schie­de­ne The­men reden und uns daran er­in­nern, damit diese mar­kan­ten Er­eig­nis­se nie aus dem kol­lek­ti­ven Ge­dächt­nis ver­schwin­den.

Montag 26.11.12
17 Uhr
JuzI Café

Ayse Yilmaz – Bahide & Yeliz Arslan (RIP 23.11.92)

In den ersten Novemberwochen 1992 brennen im Herzogtum Lauenburg mehrfach Häuser. Meist bleibt es bei bei versuchter Brandstiftung. Von Anfang an ist klar – Hier wollen Neonazis in Schleswig-Holstein eine national befreite Zone schaffen.
Doch auf antirassistische Demonstrationen wird mit staatlicher Repression reagiert.
Am 23.11.1992 brennen zwei Häuser. Und es verbrennen Menschen.
Bahide Arslan. Yeliz Arslan. Ayse Yilmaz.

Die anderen Hausbewohner*innen überleben z.T. mit schweren Verletzungen. Der fürchterliche Anschlag auf das Leben mehrerer türkischer Familien wird durch den Schickanen und Entwürdigungen seitens des Staates noch verschlimmert. Bis heute muss die Anerkennung des rassistischen Hintergrunds der Tat erstritten werden

Es liegt an uns den Ermordeten zu Gedenken. Es liegt an uns die Geschehnisse präsent zu halten.
Gedenken und Anklagen! Ayse, Bahide, Yeliz – unvergessen! Siempre Antifascista!

Silvio Meier (RIP 21.11.1992)

Silvio Meier
Heute vor 20 Jahren wurde Silvio Meier von Nazis ermordet. Für seine Freund*innen stand der nazistische Hintergrund der Tat von Anfang an fest. Hatten doch seine Begleiter*innen die Angreifer*innen als Nazis erkannt und dies auch von Anfang an so gesagt. Die Bullen probierten damals es als Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Jugendbanden darzustellen.
Der damals 27-jährige Silvio Meier wohnte in einem besetzen Haus in Friedrichshain. Es war eines der ersten Häuser, die bereits im Dezember 1989 besetzt wurde. Silvio war bereits in der DDR in linken Gruppen, außerhalb des Staats-Rahmen engagiert.
Wir gedenken heute Silvio Meier.
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Conny Wessmann (17 November 1989)

Vor 23 Jahren fand eine Auseinandersetzung zwischen autonomen Antifa*s und Faschisten vor einer Kneipe in der Göttinger Innenstadt statt. Die Gruppe zu der Conny Wessmann gehörte hörte von diesem Zwischenfall und begab sich dorthin, musste sich dann aber wieder zurückziehen, da uniformierte Bullen massiv präsent waren. An der Höhe der Weender Landstraße wurde die Gruppe von Zivil-Streifen-Kommando plötzlich begleitet, und aus dem rundfunk der Bullen ging hervor, dass die gruppe “plattgemacht” werden sollte. Das ZSK-Wagen ging auf den Antifaschist*innen los und trieb Conny im laufenden Verkehr. Sie wurde von einem Auto angefahren und ist sofort davon gestorben.
Conny Wessmann ist kein Einzelfall, jedoch ist es unsere Aufgabe an Sie zu errinern, damit sie nie aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet!
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Mikhail Norokha (RIP 18. November 2011)

Mikhael
Ein Jahr ist vergangen seit dem tödlichen Angriff von Neo-nazis auf Mikhail Norokha in Dnepropetrovsk in der Ukraine und wir wollen uns an ihn errinern. Dieser 17 Jahre alte antifaschistische Aktivist wurde 8 Meter entfernt seines Wohnhauses gefunden. Neben viele Knochenbrüchen des Sturzes, wies der Körper Schlagspuren im Gesicht auf und Gerüche von Pfeffer-Spray in seinen Klamotten . Die lokalen Antifa*s und seine Freund*innen können aufgrundessen behaupten, dass der Mord von Neo-nazis geplant wurde. Mikhail war denen schon bekannt, er hat seine Ideen nie versteckt, obwohl er mehrmals bei Besuchen im Stadion bedroht wurde und innerhalb der letzten zwei Jahren seines Lebens zweimal mit einem Messer atackiert wurde.
In der Ukraine oder in Russland gibt’s andere Verhältnisse als hier, deswegen dürfen wir als Antifaschist*innen den Fall von Mikhail nie vergessen!
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Volkstrauertag abschaffen!

Volkstrauertag abschaffen !
18.11.12 in Friedrichsroda : Antifa-Demo gegen Nazi-Fackelmarsch

Iwan Churtorskoi (RIP 16. November 2009)

Iwan
Am Abend des 16. Novembers 2009 wurde Ivan Churtorskoi in Moskau ermordet. Er wurde in seinem Hauseingang an diesem Abend erschossen. Iwan organisierte oft den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten und führte Kampfsporttraining für Genoss*innen durch. Den Rechtsextremen war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenko beständig in den Todeslisten der Nazis auf. Vor dem Mord gab es schon 3 Mordversuche an Iwan.
Wir gedenken heute Iwan Chutorskoi.
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!