Archiv für April 2013

Solikonzert für die Familie von Ivan Khurtoskoi

Vor vier Jahren wurde einer der zentralen Aktivisten der russischen linksradikalen Szene von Mitglieder einer Faschoterrorzelle erschossen. tour ivan k. Weltweit schauen Anarchist_innen nachwievor trauernd auf den 18. November 2009 zurück. Doch der Mord an Ivan war nicht nur ein Angriff auf die emanzipatorische Bewegung in Russland. Bis heute hat Ivans Familie schwer unter dem Tod zu leiden. Nicht nur emotional, sondern gerade auch finanzielle

Die russische Anarcho-HC Band „What we Feel“ hat sich deshalb nocheinmal zusammen gefunden und geht auf Tour. Die Einnahmen der Konzerte gehen direkt an Familie Khurtoskoi.
Auftakt der Solikonzertreihe ist am 27. April im Karoshi in Kassel

Lest mehr zur Tour von What we Feel hier

Solidarität mit den Gefangen in Belarus

Wir wollen zum Abschluss einer Infotour unserer Genoss_innen von Anarchist Black Cross Minsk und von der Förderation deutsprachiger Anarchist_innen auf aktuelle Repressionsfälle in Belarus hinweisen. Es geht u.a. – tatsächlich – immer noch um die selben Leute, zu denen in den letzten Jahren schon mehrfacj Soliaktionen hier in Göttingen liefen.
belarus2013
Für weitere Infos schaut hier

Le chat noir am 23.4. -No Heimattag!

Am 04. Mai 2013 veranstaltet die NPD auf Veranlassung von Thorsten Heise, dem bundesweit bekannten Neonazi und Kreistagsabgeordneten der NPD im Eichsfeld, einen sogenannten „Nationalen Kundgebungstag“ – früher „Eichfeldtag“ – in der Tühringer Kleinstadt Leinfelde.
Mit diesem Event schlägt sie zwei Fliegen mit einer Klappe.
Mit dem Charakter eines Familienfestes versuchen erstens die dortigen Neonazis mehr Akzeptanz für ihre Ideologie in der Nachbarschaft zu schaffen. Am Nachmittag werden Familien tatsächlich mit Hüpfburg für die Kinder und Bratwurst empfangen.
Abends wechselt aber das Publikum, das nun aus brüllenden und besoffenen Nazis besteht, die den eingeladenen rechten Bands zujubeln. Somit erreicht die NPD ihr zweites Ziel: Mit dem Konzert werden vor allem Jugendliche angesprochen und für die rechte Szene agitiert. Die rassistische und antisemitische Hetze auf völkischer Basis kann dabei wunderbar an traditionelle und konservative Denkweisen der Nordthüringer Provinz anknüpfen: Schließlich sind sich Kameradschaft und Bürger_innen einig, wenn es darum geht, wer in ihre „Heimat“ gehört und wer nicht. Das zeigt sich sowohl im Umgang mit Asylbewerber_innen im Landkreis, als auch im Erstarken der lokalen Neonaziszene, welche, beflügelt durch ähnliche Veranstaltungen in den letzten zwei Jahren, dazu übergegangen ist, durch Sticker, Plakate und Schmierereien öffentlich in Erscheinung zu treten.
Bei dieser Mobi-Veranstaltung geht es darum, euch Hintergrundinformationen zu diesem nationalistischen Festival zu geben, über den „Heimatbegriff“ in der Thüringer Neonazi-Szene zu reden und vor allem gemeinsam zu überlegen wie wir Neonazi-Aktivitäten verhindern wollen. Nazis sind vor der Haustür und wir werden da sein! Seid dabei!

Bring dich ein!

Das Le chat noir-Thekenkollektiv sucht neue Leute! Falls du dir vorstellen kannst, mit uns zusammen interessante Veranstaltungen zu planen und die Theke im Juzi mitzumachen, kannst du uns gerne eine Email schreiben oder dich bei einer der nächsten Theken an uns wenden!

Das Thekenkollektiv

Soliparty diesen Freitag!

Buspraty

Kommt diesen Freitag ins JuzI zur „Rassismus Tötet!“ Soli Party für die Busse nach München (13.4.13) und Solingen (25.05.13)

die passende Musik liefern:

AK Tanzpaedagogik
Dachgeschoss (1.00-3.00 Uhr, Ballsaal) //
Alex (3.00-5.00 Uhr, Ballsaal) ---Techno
K.Putt (1.00-3.00 Uhr, Barraum) ---Minimal
Pink Leg (5.00 Uhr – Ende, Ballsaal) ---Techno
Smoking Sunset (23.00- 1.00 Uhr, Ballsaal) ---Elektro
ProCATinators (23.00 -1.00 Uhr, Barraum) ---Drum‘ n‘ Bass
Cosmic Trash (3.00- 5.00 Uhr, Barraum) ( feat. D‘n'D) ---Trash

das ganze wie immer ohne sexistisches, rassistisches, nationalistisches, antisemitisches, homophobes oder sonstiges Scheissverhalten!

dafür mit Cocktailtheke!

Le chat noir am 09.04. – Vortrag zu Lokalpatriotismus und Heimatbegriff

Am 09.04. laden wir euch zu einem Vortrag über den auch im Umland von Göttingen existierenden Lokalpatriotismus ein.

Obwohl der Begriff „Heimat“ zum Standardvokabular regionaler wie nationaler Identitätspolitik gehört, sind die Vorstellungen und Konzepte, die damit verknüpft werden höchst unterschiedlich. Gemeinsam ist jedoch allensolchen Identitätsbildungen, die sich auf eine wie auch immer gartete „Heimat“ beziehen, das Prinzip der Ausgrenzung: wer das „Eigene“ definiert, setzt damit Grenzen gegenüber einem „Anderen“ und „Fremden“. Verknüpft werden solche „Heimat“-Entwürfe zwar häufig mit schönen Landschaften, niedlichen Tieren und Bildern glücklicher Menschen, doch gerade aus der phantasierten Idylle entspringt die Abneigung gegen alles, was „anders“ ist und die friedliche „heile Welt“ zu stören droht. Da es sich bei „Heimat“ um einen „urdeutschen Populärmythos“ handelt, sind die Beispiele dafür, wie sich auf Grundlage dieses vermeintlich harmlosen Konzepts rassistisches, antisemitisches oder antiziganistisches Denken und Handelnd begründen lässt.

Ziel des Vortrags ist es, grundlegende Konzeptionen, die sich an den Begriff „Heimat“ knüpfen, vorzustellen und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.

Los gehts wie immer um 21.30 im JuZI in der Bürgerstraße!

See you there – Das Thekenkollektiv