Die extreme Rechte in der Schweiz

mit Referent*innen aus der Schweiz

Die rechtsextreme Szene in der Schweiz hat in den letzten  Jahrzehnten  einen starken Wandel durch gemacht. Aus den  vereinzelten  Nazi-Schlägern in den 1980er Jahren entwickelten sich  gefestigte  rechtsextreme Strukturen. So wurde zum Beispiel das  erste europäische  Chapter der Hammerskins – eines der best  vernetzten Neonazi-Netzwerken  der Welt – 1990 in der Schweiz  gegründet. Ende 90er konnten sich die  extreme Rechte stark  ausbreiten. Es bildeten sich zunächst in der  Deutschschweiz und  danach in der französischen Schweiz Sektionen von  Blood & Honour.  Gleichzeitig mutierte die Schweiz zum Paradies für   Rechtsrockkonzerte. 2000 traten die Neonazis mit der Gründung der   Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) in der Öffentlichkeit   auf und versuchten auf politischer Ebene Fuss zu fassen. Nach  einigen  kleinen Wahlerfolgen begann die Kraft der PNOS nach 2008  wieder zu  schwinden. Nun scheinen sich die Aktivitäten der extremen  Rechten  wieder von der Öffentlichkeit weg in den Hintergrund zu  verlagern. Das  Bündnis Rassismus im Fokus zeigt die Entwicklungen  der letzten  Jahrzehnte und zeichnet ein Bild der aktuellen  rechtsextremen  Strukturen und Organisationen der Schweiz.

24.08.2012 | 20 Uhr | Juzi, Göttingen