Siempre Antifascista – Remembering means fighting

Im November jähren sich viele Morde an Antifaschist_innen, denen wir gedenken wollen.
Conny, die am 17. November 1989 in Göttingen von der Polizei während einer Demo überfahren wurde, Silvio Meier, der am 21. November 1992 in Berlin von Neonazis getötet wurde oder der 2007 in Madrid ermordete Antifaschist Carlos Yavier Palomino sind nur einige wenige Beispiele.
Sie alle kämpften für eine emanzipatorische Gesellschaft, lehnten sich gegen die bestehenden Herrschaftsverhältnisse auf und traten für ihre antifaschistische Überzeugung ein.
Uns ist es wichtig den vielen betroffenen Menschen zu gedenken, die im Kampf gegen den Faschismus gestorben sind, doch legen wir noch größeren Wert darauf den Kampf weiter zuführen – die Trauer in Wut zu verwandeln und daraus Kraft für den eigenen antifaschistischen Widerstand zu ziehen. Anhand dieser Verbindung zwischen Gedenken an das Vergangene und der daraus zu ziehenden Konsequenz für das eigene politische Handeln, wollen wir in diesem Jahr die Frage stellen, wie antifaschistische Arbeit aussehen kann, wo sie bereits ansetzt und wo sie noch verstärkt werden muss.
Letztes Jahr jährten sich die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda sowie die Brandanschläge in Mölln und Solingen zum 20. Mal und nun wiederholt sich die Geschichte in Duisburg und Hellersdorf. Es gilt sich dem entschlossen entgegenzustellen, wenn Geflüchtete verfolgt, Asylbewerber_innenheime bepöbelt und gegen alle gehetzt wird, die nicht in die Vorstellungen der neoliberalen Ansprüche der Mehrheitsgesellschaft passen.
Antifaschismus ist kein life style, der seine Notwendigkeit nur noch in der Provinz findet, sondern eine Überzeugung, nach der es zu handeln gilt. Als Antifaschist_innen muss unser Blick über unsere eigenen Lebensrealitäten hinausgehen darf sich nicht vor den prekären sozialen Realitäten anderer verschließen.