AntiFa

Unsere „Einheit“ heißt Solidarität! Lampedusa – Stoppt das Sterben!

Göttingen, 2.10.2014, 17:30, Gänseliesel

Das Göttinger Lampedusa-Bündnis ruft auf:

Wohnraum – Jobs – Bewegungsfreiheit in Europa!
Gegen die Dublin Verordnungen!
Refugees welcome!
Abschiebungen stoppen!

Siempre Antifascista Festival 2014

Siempre Antifascista 2014

Vom 10. bis zum 12. Oktober wollen wir euch zum Siempre Antifascista Festival nach Göttingen ins JuZI einladen. Beabsichtigt ist es, die Erinnerung an die zahlreichen Opfer rechter sowie rassistischer Gewalt wach zuhalten und dem Motto treu zu bleiben:

„Remembering means Fighting!“

Denn es ist vor allem unser Anliegen über rechte und faschistische Umtriebe zu informieren, antifaschistische Handlungspraxen auszutauschen und somit rechter rassistischer Gewalt entgegenzutreten. Dazu haben wir ein paar interessante Veranstaltungen zusammengetragen und für Samstagabend drei gute Bands eingeladen. Weder spült das Ganze Schotter in unsere Kasse, noch haben wir die Organisation an Subunternehmen ausgelagert: Soll heißen, das Siempre ist DIY und non-profit. Es ist klar, dass nationales, transphobes, homophobes, xenophobes und sexistisches Verhalten auf gar keinen Fall erwünscht ist. Alle weiteren Infos mit Anfahrtsskizze, Ankündigungstexten und musikalischem Vorgeschmack gibt es hier:

http://siempre-antifa-goettingen.tk/

Kommt vorbei, tauscht euch aus,

Euer Siempre Antifascista Kollektiv.

Siempre Antifascista – Remembering means fighting

Im November jähren sich viele Morde an Antifaschist_innen, denen wir gedenken wollen.
Conny, die am 17. November 1989 in Göttingen von der Polizei während einer Demo überfahren wurde, Silvio Meier, der am 21. November 1992 in Berlin von Neonazis getötet wurde oder der 2007 in Madrid ermordete Antifaschist Carlos Yavier Palomino sind nur einige wenige Beispiele.
Sie alle kämpften für eine emanzipatorische Gesellschaft, lehnten sich gegen die bestehenden Herrschaftsverhältnisse auf und traten für ihre antifaschistische Überzeugung ein.
Uns ist es wichtig den vielen betroffenen Menschen zu gedenken, die im Kampf gegen den Faschismus gestorben sind, doch legen wir noch größeren Wert darauf den Kampf weiter zuführen – die Trauer in Wut zu verwandeln und daraus Kraft für den eigenen antifaschistischen Widerstand zu ziehen. Anhand dieser Verbindung zwischen Gedenken an das Vergangene und der daraus zu ziehenden Konsequenz für das eigene politische Handeln, wollen wir in diesem Jahr die Frage stellen, wie antifaschistische Arbeit aussehen kann, wo sie bereits ansetzt und wo sie noch verstärkt werden muss.
Letztes Jahr jährten sich die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda sowie die Brandanschläge in Mölln und Solingen zum 20. Mal und nun wiederholt sich die Geschichte in Duisburg und Hellersdorf. Es gilt sich dem entschlossen entgegenzustellen, wenn Geflüchtete verfolgt, Asylbewerber_innenheime bepöbelt und gegen alle gehetzt wird, die nicht in die Vorstellungen der neoliberalen Ansprüche der Mehrheitsgesellschaft passen.
Antifaschismus ist kein life style, der seine Notwendigkeit nur noch in der Provinz findet, sondern eine Überzeugung, nach der es zu handeln gilt. Als Antifaschist_innen muss unser Blick über unsere eigenen Lebensrealitäten hinausgehen darf sich nicht vor den prekären sozialen Realitäten anderer verschließen.

Ni oubli – Ni pardon

Pogromstimmung gegen Roma in Varnsdorf

Im beschaulichen Varnsdorf in Nordtschechien an der Grenze zu Sachsen spielten sich in den letzten zwei Jahren grausige Szenen gegen die dort lebenden Roma ab. Viele Roma wurden gezwungen in die ärmeren Gegenden an der Grenze zu Sachsen zu ziehen, wo ihnen heute von Seiten der Neonazis aus der Tschechischen Republik und aus Deutschland Gefahr droht. Bereits am 10.09.2011 kam es durch die Mobilisierung der neofaschistischen “Dĕlnická strana sociální spravedlnosti” (Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit, DSSS) zu progromartigen Zuständen, die an Rostock-Lichtenhagen erinnern. Auch in diesem Jahr sind die Anwohner*Innen gefährdet. Die DSSS möchte im Zeitraum vom 13-15.September erneut Varnsdorf in den rassistischen Wahnzustand versetzen. Wir möchten uns hiermit solidarisch mit den von Diskriminierung Betroffenen erklären und bitten euch, diese Info zu verbreiten, Varnsdorf im Auge zu behalten und falls möglich antifaschistischen Widerstand zu organisieren.

Gegen Neonazis – Egal wo!

Die extreme Rechte in der Schweiz

mit Referent*innen aus der Schweiz

Die rechtsextreme Szene in der Schweiz hat in den letzten  Jahrzehnten  einen starken Wandel durch gemacht. Aus den  vereinzelten  Nazi-Schlägern in den 1980er Jahren entwickelten sich  gefestigte  rechtsextreme Strukturen. So wurde zum Beispiel das  erste europäische  Chapter der Hammerskins – eines der best  vernetzten Neonazi-Netzwerken  der Welt – 1990 in der Schweiz  gegründet. Ende 90er konnten sich die  extreme Rechte stark  ausbreiten. Es bildeten sich zunächst in der  Deutschschweiz und  danach in der französischen Schweiz Sektionen von  Blood & Honour.  Gleichzeitig mutierte die Schweiz zum Paradies für   Rechtsrockkonzerte. 2000 traten die Neonazis mit der Gründung der   Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) in der Öffentlichkeit   auf und versuchten auf politischer Ebene Fuss zu fassen. Nach  einigen  kleinen Wahlerfolgen begann die Kraft der PNOS nach 2008  wieder zu  schwinden. Nun scheinen sich die Aktivitäten der extremen  Rechten  wieder von der Öffentlichkeit weg in den Hintergrund zu  verlagern. Das  Bündnis Rassismus im Fokus zeigt die Entwicklungen  der letzten  Jahrzehnte und zeichnet ein Bild der aktuellen  rechtsextremen  Strukturen und Organisationen der Schweiz.

24.08.2012 | 20 Uhr | Juzi, Göttingen

♥ 2 BLOCK

Bad Nenndorf 2013

Le chat noir am 09.04. – Vortrag zu Lokalpatriotismus und Heimatbegriff

Am 09.04. laden wir euch zu einem Vortrag über den auch im Umland von Göttingen existierenden Lokalpatriotismus ein.

Obwohl der Begriff „Heimat“ zum Standardvokabular regionaler wie nationaler Identitätspolitik gehört, sind die Vorstellungen und Konzepte, die damit verknüpft werden höchst unterschiedlich. Gemeinsam ist jedoch allensolchen Identitätsbildungen, die sich auf eine wie auch immer gartete „Heimat“ beziehen, das Prinzip der Ausgrenzung: wer das „Eigene“ definiert, setzt damit Grenzen gegenüber einem „Anderen“ und „Fremden“. Verknüpft werden solche „Heimat“-Entwürfe zwar häufig mit schönen Landschaften, niedlichen Tieren und Bildern glücklicher Menschen, doch gerade aus der phantasierten Idylle entspringt die Abneigung gegen alles, was „anders“ ist und die friedliche „heile Welt“ zu stören droht. Da es sich bei „Heimat“ um einen „urdeutschen Populärmythos“ handelt, sind die Beispiele dafür, wie sich auf Grundlage dieses vermeintlich harmlosen Konzepts rassistisches, antisemitisches oder antiziganistisches Denken und Handelnd begründen lässt.

Ziel des Vortrags ist es, grundlegende Konzeptionen, die sich an den Begriff „Heimat“ knüpfen, vorzustellen und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.

Los gehts wie immer um 21.30 im JuZI in der Bürgerstraße!

See you there – Das Thekenkollektiv

Vortrag zur Eröffnung des NSU-Prozesses

Gerne möchten wir euch darauf hinweisen,
dass am 28.03.2013 um 18.30 im Holbornschen Haus, Rote Straße 34
ein Vortrag des apabiz zum Thema „Kein 10. Opfer!? – „Nationalsozialistischer Untergrund“, Rechtsterror und die Rolle des Staates“ stattfinden wird.

Eine Veranstaltung von Rassismus tötet – Göttingen, dem Bündnis Extrem Daneben und dem antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V..