Archiv der Kategorie 'AntiFa'

Le chat noir am 26.03. – Vortrag über Ökonationalist*Innen

NPD und Umweltschutz? Wohl eher Rassenkunde 2.0!

Die Theke Le chat noir lädt am 26.03.13 dazu ein, sich mit den Schnittmengen des Natur- und Umweltschutzes zum Nationalsozialismus auseinander zu setzen. Am Beispiel der Artamanenbewegung im nationalsozialistischen Deutschen Reich und den Neugründungen heute soll dargelegt werden, dass sich progressiver Umweltschutz mit möglichen Überschneidungen zur rassistischen Blut- und Bodenideologie der Nationalist*Innen auseinandersetzen muss.
Im Anschluss an den auf 45 Minuten ausgelegten Vortrag wird es eine Diskussion über das Thema geben.

Wir freuen uns auf euch! – Das Thekenkollektiv

4. Todestag von Stanislav Markelov und Anastasija Baburova

Banner 19. Jan 13
Heute vor vier Jahren wurden Anastasija Baburova und Stanislav Markelov in der Moskauer Innenstadt erschossen. Sie wurden von russischen Fachisten ermordet. Doch ihrem Kampf um Befreiung und gegen Rassismus und Faschismus konnte damit kein Ende gemacht werden. Denn Stas und Nastija leben weiter, so lange wir ihre Kämpfe weiterführen.
Remembering means fighting! Помним значить бороться! Siempre Anfascista!

Stanislav Markelov war ein russischer Anwalt und Menschenrechtsaktivist. Er war der einzige der die Verbrechen des Tschetschenienkrieges radikal verfolgte. Damit war er ärgster Feind der russischen Obrigkeit. Zudem war Stas der einzige Anwalt, der sich für die emanzipatorische Linke einsetzte.

Anastasija Baburova war eine antifaschistische Aktivistin und Journalistin. Sie brachte die zahlreichenvertuschten rassistischen Gewalttaten an de Öffentlichkeit und kämpfte gegen die autoritäre Uterdrückung freien Denkens und Schreibens.

Markelov und Baburova ermittelten gemeinsam im Mordfall an dem antifaschistischen Aktivisten Sascha Rjuchin. Nach einer Pressekonferenz am Vormittag des 19. Januars wurde sie auf dem Weg zur Metro von dem bekannten Faschisten Nikita Tichonov mit mehreren Schüssen in den Hinterkopf getötet. Nur wenige Monate später tötete das selbe Faschonetzwerk in dem auch Tichonov organisiert war den Aktivisten Ivan Khurtoskoy.

Der 19. Januar ist ein seitdem umkämpfter Tag für das Gedenken an die Opfer rechter Gewalt in Russland. Denn Anastasija und Stanislav sind bei weitem nicht die einzigen, die für ihre politischen Aktivitäten tödlich bestraft wurden.
Erst vor wenigen Tagen, am 17. Januar 2013, nahm sich Alexander Dolmatov in einem niederländischen Abschiebeknast das Leben. Dolmatov war an den Protesten auf dem Bolotnaya Platz in Moskau im Frühjahr 2012 aktiv und musste nach der Repressionswelle des russischen Staates aus dem Land fliehen. Anfang Januar erhielt er den Ablehnungsbescheid seines Asylantrages. Aus Angst vor dem was ihn nach seiner Abschiebung in Russland erwarte, nahm sich Alexander lieber das Leben.

Vergessen wir die Toten nicht. Kämpfen wir für das, wofür sie gelebt haben.
Wandelt wir unsere Trauer in kämpferische Wut gegen Rassismus und Herrschaft!

Antifaschistischer Jahresauftakt 2013!


Nach einer Woche NPD Flagschifftour folgt nun die Nazi- und Geschichtsrevisionistendemo des Jahres. Diesen Samstag wollen tausende Nazis durch Magdeburg laufen. Sie versuchen die Bombardierung Magdeburgs als Verbrechen am deutschen Volke umzudeuten. Wir aber sagen: Gewalt am Deutschen ist kein Verbrechen! Deshalb rufen wir auf, sich dem Naziaufmarsch diesen Samstag entschlossen entgegen zustellen. Keine Umdeutung der Geschichte! Deutsche sind keien Opfer sondern Täter*innen! Keine Ausweitung von Nazihomezones in Sachsen-Anhalt und anderswo.

Es wird eine Busanreise von Göttingen aus geben. Ihr erhaltet Bustickets zu 10 Euro heute abend zwischen 19:30 Uhr und 20 Uhr und morgen zwischen 16 Uhr und 16:30 Uhr im Juzi Café.

Weitere Infos erhaltet ihr an unserem Ticketschalter und auf der Mobiseite http://365tageoffensiv.blogsport.eu/

See you on the barricades!

Reisebüro Durutti

Erzählcafé – Die frühen 90er in Göttingen

erzählcafe

Im Rahmen des „Siempre Antifascista!“ Festivals laden die ASJ Göttingen und „Rassimus tötet!“ zu einem Erfahrungsaustausch von Ak­ti­vist*innen un­ter­schied­li­cher Ge­ne­ra­tio­nen.
Im Rahmen eines Erzählcafés wollen wir über die Geschehnisse der frühen 90er sprechen, wie den Tod Conny Wessmanns, rassistische Hetze und Pogromstimmung aller Orten.
Wie sah die Si­tua­ti­on in Göt­tin­gen frü­her aus?
Mit wel­chen Pro­ble­me waren Aktivist*innen hier kon­fron­tiert?
Wie wur­den die Er­mor­dung Conny Wess­manns und die Pro­gro­me in der BRD gegen Mi­grant*innen wahr­ge­nom­men?
Wir möch­ten gerne über diese ver­schie­de­ne The­men reden und uns daran er­in­nern, damit diese mar­kan­ten Er­eig­nis­se nie aus dem kol­lek­ti­ven Ge­dächt­nis ver­schwin­den.

Montag 26.11.12
17 Uhr
JuzI Café

Ayse Yilmaz – Bahide & Yeliz Arslan (RIP 23.11.92)

In den ersten Novemberwochen 1992 brennen im Herzogtum Lauenburg mehrfach Häuser. Meist bleibt es bei bei versuchter Brandstiftung. Von Anfang an ist klar – Hier wollen Neonazis in Schleswig-Holstein eine national befreite Zone schaffen.
Doch auf antirassistische Demonstrationen wird mit staatlicher Repression reagiert.
Am 23.11.1992 brennen zwei Häuser. Und es verbrennen Menschen.
Bahide Arslan. Yeliz Arslan. Ayse Yilmaz.

Die anderen Hausbewohner*innen überleben z.T. mit schweren Verletzungen. Der fürchterliche Anschlag auf das Leben mehrerer türkischer Familien wird durch den Schickanen und Entwürdigungen seitens des Staates noch verschlimmert. Bis heute muss die Anerkennung des rassistischen Hintergrunds der Tat erstritten werden

Es liegt an uns den Ermordeten zu Gedenken. Es liegt an uns die Geschehnisse präsent zu halten.
Gedenken und Anklagen! Ayse, Bahide, Yeliz – unvergessen! Siempre Antifascista!

Silvio Meier (RIP 21.11.1992)

Silvio Meier
Heute vor 20 Jahren wurde Silvio Meier von Nazis ermordet. Für seine Freund*innen stand der nazistische Hintergrund der Tat von Anfang an fest. Hatten doch seine Begleiter*innen die Angreifer*innen als Nazis erkannt und dies auch von Anfang an so gesagt. Die Bullen probierten damals es als Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Jugendbanden darzustellen.
Der damals 27-jährige Silvio Meier wohnte in einem besetzen Haus in Friedrichshain. Es war eines der ersten Häuser, die bereits im Dezember 1989 besetzt wurde. Silvio war bereits in der DDR in linken Gruppen, außerhalb des Staats-Rahmen engagiert.
Wir gedenken heute Silvio Meier.
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Conny Wessmann (17 November 1989)

Vor 23 Jahren fand eine Auseinandersetzung zwischen autonomen Antifa*s und Faschisten vor einer Kneipe in der Göttinger Innenstadt statt. Die Gruppe zu der Conny Wessmann gehörte hörte von diesem Zwischenfall und begab sich dorthin, musste sich dann aber wieder zurückziehen, da uniformierte Bullen massiv präsent waren. An der Höhe der Weender Landstraße wurde die Gruppe von Zivil-Streifen-Kommando plötzlich begleitet, und aus dem rundfunk der Bullen ging hervor, dass die gruppe “plattgemacht” werden sollte. Das ZSK-Wagen ging auf den Antifaschist*innen los und trieb Conny im laufenden Verkehr. Sie wurde von einem Auto angefahren und ist sofort davon gestorben.
Conny Wessmann ist kein Einzelfall, jedoch ist es unsere Aufgabe an Sie zu errinern, damit sie nie aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet!
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Mikhail Norokha (RIP 18. November 2011)

Mikhael
Ein Jahr ist vergangen seit dem tödlichen Angriff von Neo-nazis auf Mikhail Norokha in Dnepropetrovsk in der Ukraine und wir wollen uns an ihn errinern. Dieser 17 Jahre alte antifaschistische Aktivist wurde 8 Meter entfernt seines Wohnhauses gefunden. Neben viele Knochenbrüchen des Sturzes, wies der Körper Schlagspuren im Gesicht auf und Gerüche von Pfeffer-Spray in seinen Klamotten . Die lokalen Antifa*s und seine Freund*innen können aufgrundessen behaupten, dass der Mord von Neo-nazis geplant wurde. Mikhail war denen schon bekannt, er hat seine Ideen nie versteckt, obwohl er mehrmals bei Besuchen im Stadion bedroht wurde und innerhalb der letzten zwei Jahren seines Lebens zweimal mit einem Messer atackiert wurde.
In der Ukraine oder in Russland gibt’s andere Verhältnisse als hier, deswegen dürfen wir als Antifaschist*innen den Fall von Mikhail nie vergessen!
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Iwan Churtorskoi (RIP 16. November 2009)

Iwan
Am Abend des 16. Novembers 2009 wurde Ivan Churtorskoi in Moskau ermordet. Er wurde in seinem Hauseingang an diesem Abend erschossen. Iwan organisierte oft den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten und führte Kampfsporttraining für Genoss*innen durch. Den Rechtsextremen war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenko beständig in den Todeslisten der Nazis auf. Vor dem Mord gab es schon 3 Mordversuche an Iwan.
Wir gedenken heute Iwan Chutorskoi.
Remembering means fighting! Siempre Antifascista!

Siempre Antifascista! 2012

Auch in diesem Jahr verasntaltuen wir wieder Veranstaltungen und ein Konzert im Rahmen der Siempre Antifascista Aktionswochen.

Nähere Infps findet ihr auf der folgenden Seite.
Siempre Antifascista! 2012

Siempre Antifascista