Archiv der Kategorie 'Le Chat Noir'

Le Chat Noir kehrt uns den Rücken zu

Nach der letzten Theke war zwar noch genug Diskussions- dafür aber kein Katzenfutter mehr da. Somit kehrt uns die Schwarze Katze den Rücken zu und wart seither nicht mehr gesehen……

Le Chat Noir

The Troubles – Der vergessene Konflikt

Wandbild Bobby Sands Zwischen 1969 und 1998 fand in Nordirland einer der blutigsten Konflikte Europas seit Ende des Zweiten Weltkriegs statt.In einem dreißigjährigen Ausnahmezustand kämpften Katholiken und Protestanten, Republikaner und Loyalisten, IRA und UVF gegeneinander. Mit dem Karfreitagsabkommen 1997 sollte das Blutvergießen ein Ende finden, doch der Konflikt war und ist noch lange nicht vorbei.
In meinem Vortrag möchte ich Euch mit anschließender Diskussion einen der ältesten Konflikte Europas, dessen Wurzeln schon im 12. Jahrhundert auszumachen sind, vorstellen. Besonders möchte ich auf die Rolle der Irish Republican Army eingehen und mit Euch über die dahinterstehenden nationalistischen Tendenzen reden.

10. Juni | 21:30 Uhr | JuzI, Bürgerstr. 41

Le Chat Noir: Kampf um die Ukraine – Umsturz mit Faschisten?

Kampf um die Ukraine – Umsturz mit Faschisten?

Der Umsturz in der Ukraine und der Machtkampf auf der Krim beherrschen seit Wochen die Nachrichten. Wird es einen Krieg geben? Der Westen antwortet mit Sanktionen gegen Russland – Aber wem nützen oder schaden sie?

Martin Hantke ist Mitglied der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) und wird in Form eines Vortrags die Entwicklung in der Ukraine kritisch beleuchten. Welche Interessen verfolgt die Regierung der BRD und welche die Europäische Union? Besonders wird er auf die Rolle der Partei „Swoboda“ und die der Oppositionsgruppe „Prawyj Sektor“ (Rechter Sektor) eingehen.
Die Veranstaltung ist der zweite Teil des Themen- schwerpunkts „Nationale Unabhänigigkeitsbewegungen und ihr Einfluss auf die Stiftung einer vaterländischen Identität“.

13. Mai | 21:30 Uhr | JuzI, Bürgerstr. 41

Am darauffolgenden Termin wird es um die irische Unabhängigkeitsbewegung gehen.

Le chat noir über den sozialen Kampf in Hamburg an vielen Fronten

Rote Flora verteidigen – Esso-Häuser durchsetzen! Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle!

flora bleibtIn Hamburg überschlagen sich derzeit verschiedene Ereignisse. In mehreren ungelösten Konflikten setzt der Senat auf eine harte Linie und Auseinandersetzungen. Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Flüchtlinge aus Lampedusa dar, aber auch die Bewohner_innen der Esso-Häuser auf St. Pauli stehen einem kompromisslosen Senat gegenüber und das seit 24 Jahren besetzte Stadtteilzentrum Rote Flora ist wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung geworden.
Eine bundesweite und internationale Demonstration am 21. Dezember soll deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte die Rote Flora angegriffen werden. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei in aktuellen Kämpfen um den Erhalt der Esso-Häuser, dem Bleiberecht der Flüchtlinge und der radikalen Kritik an Repression und Gefahrengebieten.
Die Esso-Häuser sind zwei große Gebäude an der Reeperbahn mit über 100 Bewohner_innen und kiezaffinem Gewerbe, welche abgerissen werden sollen, um einem Neubau mit Eigentumswohnungen und teuren Läden Platz zu machen. Der Stadtteil St. Pauli ist gleichzeitig ein Zentrum der Kämpfe von über 300 Refugees aus Lampedusa, welche sich in Hamburg als Gruppe organisiert haben und Bleiberecht einfordern.
Die Kämpfe von Refugees, der Esso-Häuser, der Roten Flora, die Kämpfe gegen Gefahrengebiete und Repression verdichten sich aktuell nicht nur in ihrer zeitlichen Räumlichkeit, sondern auch in der Zielsetzung. Ohne einen sich weiterentwickelnden Widerstand, der Erfolge für die Bewegungen erzwingt, droht die Haltung der SPD, alle Konflikte mit staatstragender Geste auszusitzen. Die Bedeutung der einzelnen Konflikte ist dabei weit größer als ihr jeweiliger lokaler Austragungsort.

Im Rahmen der Veranstaltung berichten Aktivist_innen von der aktuellen Situation der Roten Flora, den Protesten auf St. Pauli von Mieter_innen, Anwohner_innen und Refugees und dem aktuellen Vorbereitungsstand der Demonstration am 21. Dezember.

10. Dezemeber | 21:30 Uhr | JuzI

Oi!- Alles un­po­li­tisch, oder was?

Grauzonenmusik bei der Le Chat Noir?
Der Be­griff “Grau­zo­ne” geht seit ei­ni­gen Jah­ren durch die Oi!- und Punk­sze­ne und führt lang­sam aber si­cher auch in An­ti­fa-​Sze­nen zu hit­zi­gen Dis­kus­sio­nen. Wäh­rend die Pa­ro­le “gegen Nazis” von vie­len nach wie vor groß ge­schrie­ben wird, gilt auch das Label “un­po­li­tisch” als be­liebt und an­schluss­fä­hig in der Szene.
In die­ser Ver­an­stal­tung möch­ten wir dar­über spre­chen, was unter die­ser “Grau­zo­ne” ver­stan­den wird und wieso sie einen der­art gro­ßen An­schluss er­fährt. Au­ßer­dem möch­ten wir auf die Er­fol­ge ver­meint­lich un­po­li­ti­scher Bands ein­ge­hen und dem damit ver­bun­de­nen Ver­lust eman­zi­pa­to­ri­scher Ideen.
Ver­an­stal­ter*innen: North East An­ti­fa­scists NEA und RASH BB

12.​11.​ | 21:30 Uhr | JuzI

Le Chat Noir öffnet wieder mit Doku über die Abschiebehaftanstalt Büren

Nach langer Sommerpause lässt sich die Theke mit großem Vergnügen für die Mobilisierungswoche zur Demonstration gegen alle Abschiebehaftanstalten und im Besonderen gegen jene in Büren einspannen.
Tickets für die gemeinsame Anreise gibt es im Cafe Kabale oder im Roten Buchladen zu erstehen.
Zu sehen gibt es: Wohin mit mir?
Eine Videodokumentation über drei Insassen in der Abschiebehaftanstalt Büren. Der Film begleitet Mohammad aus der Türkei, Sadat aus Kroatien und Aickey aus dem Kongo in ihrem Alltag in der JVA. Sie berichten über ihren Alltag in der Abschiebehaft, ihre Lebensgeschichte, über Fluchtgründe und mögliche Perspektiven. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Geschichten stellt sich für alle die gleiche Frage: „Warum muss ich Deutschland verlassen?“
45 min, www.medienprojekt-wuppertal.de

15.10. | 21:30 Uhr | JuZI

Die Theke macht Sommerpause!

Nach einer recht erfolgreichen Reihe recht gut besuchter Le Chat Noir-Theken machen wir nun eine Sommerpause. Weiter gehts am 10.09.2013, diesmal mit einem neuen Konzept. In Zukunft wird die Theke zwar nach wie vor an jedem 2. und 4. Dienstag im Monat stattfinden, Veranstaltungen wird es allerdings immer am 4. Dienstag geben. Bei der ersten Theke des Monats werden wir das alte Solithekenkonzept im Barraum wiederbeleben, weshalb wir uns auf die Göttinger (Cola-)Trinker*Innen schon sehr freuen!

So, viel Spaß im Sommer, wir sehen uns im September!
Das Thekenkollektiv

Le chat noir am 25.06. – Togo- Immer wieder (Neo-)Kolonialismus?

Kolonialismus – damit verbinden viele Menschen die Expansion europäischer Staaten in bis dahin vermeintlich unzivilisierte Regionen dieser Welt, vor allem aber scheinbar längst überwundene Ausbeutungsverhältnisse. Andernorts wird dagegen die These vertreten, dass es auch in der Gegenwart (neo-)koloniale Abhängigkeitsverhältnisse gebe, die maßgeblich durch die kapitalistische Wirtschaftsweise und globale Machtverhältnisse bedingt seien.

Bei der letzten Theke vor unserer Sommerpause wollen wir diese Ansätze aufgreifen und anhand eines Vortrags über Eindrücke aus dem westafrikanischen Land Togo zur Diskussion einladen.

Los gehts wie immer um 21.30 im JuZI!

Le chat noir am 11.06. – Vortrag vom Anarchist Black Cross Ukraine

Der Einbick in die sozialen Verhältnisse der Ukraine fällt schwer: Der größte in Europa liegende Staat steht selten im öffentlichen Fokus. Wenn überhaupt geht es meist nur um das Spannungsverhältnis zwischen Russland und der EU und der starken Moskauorientierung der herrschenden Eliten. Das Thema des politischen Widerstands ist reduziert auf die “Orangene Revolution” und die Gruppe “Femen”.

Wir haben deshalb eine Gruppe Anarchist_innen aus der Ukraine eingeladen, um mit einer Perspektive der sozialen Kämpfe auf die Ukraine zu schauen. Sie werden über die Verschärfung der politischen
Verfolgungen, gesetzeswidrige Abschiebungen von politischen
Flüchtlingen, Klerikalisierung und aktuelle Kampagnen gegen Abtreibungen, sexuelle Selbstbestimmung und die Einführung homophober Gesetze berichten. Genauso werden vom vielfältigen Widerstand berichten – wo soziale Proteste, Betriebsbesetzungen durch
Arbeiter*innen, massive Studierendenproteste, feministische Bewegungen und antifaschistische Aktivitäten auf der Tagesordnung stehen.

Neben den vielfältigen politischen Auseinandersetzungen werden sie auch einen Einblick in die Antirepressionsarbeit von Anarchist Black Cross in der Ukraine als auch in den benachbarten Staaten Belarus und Russland geben.

Die Veranstaltung läuft auf russisch mit englischer und bei Bedarf deutscher Übersetzung. Die Getränkeeinnahmen gehen in die Unterstützung der ABC Strukturen in Osteuropa.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Solitheke “Le Chat Noir” in Kooperation mit efA*
Dienstag, 11. Juni 13
21.30 Uhr – Juzi Göttingen

Le chat noir am 28.5 – Mit Sebastian Friedrich

Das Thekenkollektiv lädt euch zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem AK Asyl ins Juzi ein!

Rassismus im neoliberalen Kapitalismus

Nicht erst seit der Sarrazindebatte wird Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken verknüpft. Auch fast drei Jahre nach der Erscheinung von “Deutschland schafft sich ab” zeigt sich, dass die Kritik an der Debatte nichts an Aktualität eingebüßt hat. Sarrazin steht vor allem für die Ausweisung des Sagbaren. Die einen feiern seinen Mut, die anderen kritisieren lediglich wie er es sagt, jedoch nicht was er sagt. Der Rassismus bleibt unbeachtet.

Sebastian Friedrich wird in seinem Vortrag erläutern, wie antimuslimischer Rassismus und der Diskurs um die “Neue Unterschicht” miteinander verschränkt sind. Dabei soll auch gezeigt werden wie die positive Besetzung des Leistungsgedanken mit einer aktiven Dethematisierungen von Strukturen des Rassismus und der Klassenverhältnisse einhergeht.

Sebastian Friedrich (Berlin/Duisburg-Essen) ist Redakteur bei kritisch-lesen.de und aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin (KOP). Er promoviert zur medialen Repräsentation von Sozialleistungsabhängigen. Ende Mai erscheint der gemeinsam mit Patrick Schreiner herausgegeben Sammelband “Nation – Ausgrenzung – Krise” (edition assemblage, Münster).

Kommt am 28.5. um 21.30 ins JuZI in der Bürgerstraße!
Wir freuen uns auf euch!
Das Thekenkollektiv in Kooperation mit dem AK Asyl