Archiv der Kategorie 'Selbstorganisierung'

Le chat noir am 25.06. – Togo- Immer wieder (Neo-)Kolonialismus?

Kolonialismus – damit verbinden viele Menschen die Expansion europäischer Staaten in bis dahin vermeintlich unzivilisierte Regionen dieser Welt, vor allem aber scheinbar längst überwundene Ausbeutungsverhältnisse. Andernorts wird dagegen die These vertreten, dass es auch in der Gegenwart (neo-)koloniale Abhängigkeitsverhältnisse gebe, die maßgeblich durch die kapitalistische Wirtschaftsweise und globale Machtverhältnisse bedingt seien.

Bei der letzten Theke vor unserer Sommerpause wollen wir diese Ansätze aufgreifen und anhand eines Vortrags über Eindrücke aus dem westafrikanischen Land Togo zur Diskussion einladen.

Los gehts wie immer um 21.30 im JuZI!

Le chat noir am 11.06. – Vortrag vom Anarchist Black Cross Ukraine

Der Einbick in die sozialen Verhältnisse der Ukraine fällt schwer: Der größte in Europa liegende Staat steht selten im öffentlichen Fokus. Wenn überhaupt geht es meist nur um das Spannungsverhältnis zwischen Russland und der EU und der starken Moskauorientierung der herrschenden Eliten. Das Thema des politischen Widerstands ist reduziert auf die “Orangene Revolution” und die Gruppe “Femen”.

Wir haben deshalb eine Gruppe Anarchist_innen aus der Ukraine eingeladen, um mit einer Perspektive der sozialen Kämpfe auf die Ukraine zu schauen. Sie werden über die Verschärfung der politischen
Verfolgungen, gesetzeswidrige Abschiebungen von politischen
Flüchtlingen, Klerikalisierung und aktuelle Kampagnen gegen Abtreibungen, sexuelle Selbstbestimmung und die Einführung homophober Gesetze berichten. Genauso werden vom vielfältigen Widerstand berichten – wo soziale Proteste, Betriebsbesetzungen durch
Arbeiter*innen, massive Studierendenproteste, feministische Bewegungen und antifaschistische Aktivitäten auf der Tagesordnung stehen.

Neben den vielfältigen politischen Auseinandersetzungen werden sie auch einen Einblick in die Antirepressionsarbeit von Anarchist Black Cross in der Ukraine als auch in den benachbarten Staaten Belarus und Russland geben.

Die Veranstaltung läuft auf russisch mit englischer und bei Bedarf deutscher Übersetzung. Die Getränkeeinnahmen gehen in die Unterstützung der ABC Strukturen in Osteuropa.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Solitheke “Le Chat Noir” in Kooperation mit efA*
Dienstag, 11. Juni 13
21.30 Uhr – Juzi Göttingen

Le chat noir – Diskussion zum spanischen Bürgerkrieg am 12.03.!

Unter der schwarzen Fahne: Anarchist*innen in Spanien

Bei unserer zweiten Veranstaltung zur Revolution in Spanien wird es insbesondere um die Konfliktpunkte zwischen Anarchist*Innen und Sowjetkommunist*Innen während des Krieges 1936-1939 gehen. Um einen spezifischeren Einblick in die Thematik zu erhalten, wird in einem ersten Teil die ungefähr 45 Minuten dauernde Dokumentation „Unter der schwarzen Fahne – Anarchisten in Spanien“ von Reinhold Behm gezeigt werden. Der Film lief erstmals 1984 im hessischen Rundfunk und zeigt interessante Einblicke in den Konflikt innerhalb des republikanischen Lagers des Krieges. Nach der Veranstaltung soll eine Diskussion stattfinden, in der Streitfragen und Gemeinsamkeiten zwischen heutigen Kommunist*Innen und Anarchist*Innen besprochen werden sollen. Kommt zahlreich!

Wir sehen uns am 12.03. um 21.30 im JuzI (Ballsaal)!

Le chat noir zeigt „Tierra y libertad“ (Land & Freedom)

Im Februar 1936 kommt die neue republikanische Regierung von Azaña an die Macht, was Unzufriedenheiten bei den Nationalisten sowie den Gewerkschaften antreibt. Die erste Phase der spanischen Revolution beginnt und damit wird die Hoffnung einer befreiten Gesellschaft durch die Anarchist*innen der FAI und der CNT verbreitet. 77 Jahre nach diesen Geschehnisse wollen wir mit zwei Veranstaltungen über den Kampf gegen den Faschismus und den Autoritarismus sowie über anarchistische Praxis zu dieser Zeit informieren. ¡A las barricadas! ¡No pasarán!

Revolución si, abajo el fascismo !

Die erste Veranstaltung findet am kommenden Dienstag (26. Feb.) bei der Le chat noir-Theke statt, indem der Film von Ken Loach „Tierra y libertad“ gezeigt wird.
Inspiriert vom George Orwells Buch “Hommage to Catalonia” geht dieser Spielfilm durch die Errinerungen von David Carr – ein englischer Freiwilliger bei den Arbeitermilizen – vom Anfang des Krieges über die Selbstorganisierung der Arbeiter*innen bis zur gezwungenen Auflösung der anarchistischen Gruppen. Der Alltag der spanischen und aus ganz Europa angekommenen Antifaschist*innen steht im Vordergrund und bietet ein guten Überblick über ihre revolutionären Ansätze.
Kommt zahlreich! Wir freuen uns auf euch!
Los geht’s wie immer um 21:30 im Juzi (Ballsaal)

Vivre sans peurs: französisches Pendant des Antifa Siempre Festivals

Mit der libertären Kampagne „Vivre sans peurs“ geht es für unsere französische Genoss*innen hauptsächlich darum, sich gegen den normalen gesellschaftlichen Zustand zu wehren und in der Praxis Alternativen gemeinsam zu suchen. In einem Land wo Faschist*innen 18% bei der letzten Wahl bekommen haben, wo Abschiebungen 33000 Sans-Papiers betreffen innerhalb des letzten Jahres (2011), wo die homosexuelle Hochzeit immer noch nicht erlaubt wird trotz der Versprechung des neuen sozial-demokratischen Präsidenten und die Hetze der konservativen Bevölkerung gegen LGBT’s bis zum Mord reicht (Nîmes, 21.03.11), müssen wir zusammen Widerstand leisten und gemeinsam agieren. Vernetz euch, schaut nich weg, kommt zu dem Antifa Siempre Festival und unterstützt eure lokale libertäre Gruppen.
Un coup contre l‘un.e des nôtres est un coup contre nous tou.te.s !
Siamo tutti antifascisti !

http://vivresanspeur.noblogs.org/

[FemEastnism] 40 Jahre lesbische Bewegung in Polen


Der Film „Yes we are“ richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf emanzipatorisch denkende Lesben und die Vielfalt ihrer Strategien, sich in einer homophoben Umgebung zu behaupten. Der Film ist auch als eine Einladung zu verstehen, sich das inmitten von Transformationsprozessen befindende Polen einmal genauer anzuschauen.
Porträtiert wird die vielfaltige Lesbenszene Polens, darunter die bekannte feministische Radio-Journalistin Anna Laszuk (die sich vor einigen als zweite Frau in Polen offentlich geoutet hat), politische Aktivistinnen wie die Gruppe „kvir sfera“ , die das queer-feministische Zentrum in Warszawa eröffnet hat und nicht zuletzt zwei ältere Aktivistinnen, die über die Anfänge der Lesbenbewegung in den 90ern sprechen.

30.07. | 20 Uhr | Cafe Kabale
Film&Vortrag: Lesbische Bewegung in Polen

FemEastnism – Kämpfe von Sexarbeiterinnen Ukraine | Polen

Kämp­fe von Sex­ar­bei­te­rin­nen in Ukrai­ne und Polen

Im Buch­la­den „Rote Stra­ße“ er­öff­nen wir heute un­se­re Ver­an­stal­tungs­rei­heasjpussy zu Queer­fe­mi­nis­mus in Ost­eu­ro­pa. In der ers­ten Ver­an­stal­tung schau­en wir in die Län­der in denen die Fuß­ball EM statt­fand. Ge­ra­de über Polen wird in der Bou­le­vard Pres­se immer wie­der über deut­sche Sex­tou­ris­ten be­rich­tet und über Men­schen­händ­ler­rin­ge, die mas­sen­haft Frau­en ver­schlep­pen. Da­durch wird ein „Opfer von Zu­häl­tern und Men­schen­händ­lern“ Bild pro­du­ziert, wel­ches den Frau­en ihre Ei­gen­stän­dig­keit, Hand­lungs­fähig­keit, Wi­der­stän­dig­keit ab­spricht. In der Ver­an­stal­tung soll die Si­tua­ti­on von den Kämpfen her be­trach­tet wer­den, die Sex­ar­bei­te­rin­nen in Polen und der Ukrai­ne füh­ren.

Vor­trag von Agnies­z­ka Zi­mow­ka
Mon­tag, 16. Juli 2012
19:30 Uhr Buch­la­den
Ni­ko­lai­kirch­hof 7

weitere Termine

Göttingen: Aktuelles zum Zukunftsvertrag

Zukunftsvertrag
Kundgebung gegen die geplanten Sozial- und Kulturkürzungen | Zukunftsvertrag ablehnen – für ein lebenswertes Göttingen

Do, 26. April 2012 | 16:30 Uhr | Neues Rathaus/Hiroshimaplatz

Am 26. April soll in der Ratssitzung um 17:30 Uhr der sogenannte Zukunftsvertrag beschlossen werden. Aber eine Zukunft oder Perspektive bietet der Vertrag gerade nicht. Stattdessen ist er ein Mittel, um über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen und Institutionen zu zerstören und kaputt zu sparen. Die kommunale Selbstverwaltung wird immer stärker zurückgedrängt und ihre Handlungsmöglichkeiten werden nachhaltig eingeschränkt. Um den Vertragsvereinbarungen mit dem Land nachzukommen, will die Stadt ab dem kommenden Haushaltsjahr umfangreiche Kürzungen insbesondere bei den kulturellen und sozialen Leistungen auf den Weg bringen. 5,2 Millionen Euro sollen 2013 eingespart werden, da sich die Stadt verpflichten will, über 10 Jahre auf weitere Kreditaufnahmen zu verzichten und ausgeglichene Haushalte vorzulegen. Im Gegenzug will das Land die in der Vergangenheit aufgenommenen Liquiditätskredite der Stadt teilweise übernehmen. Bis maximal 146 Millionen Euro soll Göttingen bis zum Jahr 2020 aus dem von Land und Kommunen zur Verfügung gestellten Topf erhalten können.
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Zwei Jahre kapitalistische Kahschlagspolitik in Griechenland

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Mit einem Vortrag von Ralf Dreis

„Während die Vibrationen der Geschichte immer spürbarer werden und uns bestätigen, dass wir tatsächlich eine historische Epoche erleben, gleicht Griechenland täglich mehr einem unregierbaren Land. Staatliche Institutionen werden missachtet, elementare demokratische Regeln funktionieren nicht, Gesetze werden straflos gebrochen. Im Gleichschritt mit Arbeitslosigkeit und Armut steigt die Gewalt auf allen Ebenen spektakulär an, der Staatsapparat scheint in Auflösung begriffen und die Verwaltungsbürokratie hält die Regierung schon seit geraumer Zeit für ihren Feind. Diese ist nicht in der Lage, die schulische Ausbildung zu gewährleisten, die Gesundheitsvorsorge sicherzustellen, Steuern einzutreiben und Steuerhinterzieher ausfindig zu machen, genauso wenig, wie sie es schafft, die selbst verabschiedeten Gesetze umzusetzen. Die Lage ist extrem unsicher und niemand weiß wohin die Reise geht …“ (Eleftherotypia, 6.11.2011)

Veranstaltung:
- über die Politik der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF und ihre Auswirkungen auf die griechische Gesellschaft,

- über den Widerstand gegen die kapitalistische Ausplünderung,

- über Landbesetzungen, Kollektivbetriebe, Basisgewerkschaften, die anarchistische Bewegung und andere emanzipatorische Chancen der „Krise“,

- über rechtsradikal-christliche Fundamentalisten in der Regierung und das Erstarken rassistischer und faschistischer Organisationen,

- über die internationale Zusammenarbeit antiautoritärer, anarchistischer und linksradikaler Gruppen und anarchosyndikalistischer Gewerkschaften und den antikapitalistischen Aktionstag am 31. März 2012.

Es berichtet Ralf Dreis, FAU-Frankfurt. Der Griechisch-Übersetzer und freie Journalist schreibt seit Jahren für die linke und anarchistische Presse über das politische Geschehen in Griechenland. Zwischen 1996 und 2001 in der anarchistischen Bewegung Thessaloníkis aktiv, pendelt er seitdem zwischen Deutschland und Griechenland.

Juzi Renovierung

Der Sommer ist da und das JuzI ist zu. Warum das?
Na weil das Haus nen ganz schön aktives Jahr hinter sich hat und auch mal Urlaub von uns braucht. Helfen wir dem JuzI also sich zu regenerieren – auf zur JuzI Renovierung – Erster Streich!

Renovieren für die Revolution
Freitag, 02.07.2010
ab 14 Uhr
JuzI – Bürgerstraße 41